Peniche

Gestern sind Walter und Lisbeth zugestiegen. In dem Restaurant „ 5 Ozenaos“ im Nachbarhafen von Alcantâra in Lissabon gab es kulinarische Fischgenüsse von Fishsoup über Arrôz de Marisco (Reis mit Meeresfrüchten) bis Octopus. Walter hat uns aufgeklärt, dass wir wohl letztens keine kleinen Schwertwale,sondern Grintwale gesehen haben. Auch den Impeller vom Generator hat er uns mitgebracht und dieser läuft jetzt wieder wie am Schnürchen. Am nächsten Morgen wollen wir spätestens 9 Uhr (LT) auslaufen, es verzögert sich um eine Stunde. Kaum um die Mole hatten wir guten Wind für den Parasailor im Fluss vor Lissabon. Auf dem Atlantik motorten wir meistens, hatten aber auch die Chance, eine gute Strecke unter Genua und Großsegel zurückzulegen. Unser Ziel ist Peniche, ein kleiner Sardinenhafen. Wir kommen abends gegen 20.30 Uhr an und ergattern den scheinbar letzten Platz in dem winzigen Hafen. Auch hier kehrten wir in ein von Portugiesen gut besuchtes Fischlokal ein und gaben uns Caldaretta (eine Art Fischeintopf mit Kartoffeln und Gemüse), abermals Arrôz de Marisco und portugiesischem Rosé hin. Köstlich! Lisbeth bereitete noch einen wohlduftenden Hefezopf vor, den es aber leider erst zum Frühstück gibt. Ich kann erst am darauffolgenden Morgen ein- und gleich wieder auschecken, da die Oficina der Marina am Vorabend bereits geschlossen hatte. Der nette Marinero lädt uns für Anfang August zu einem Festival in Peniche ein, bei welchem die angeblich einzige nächtliche Prozession in ganz Portugal durch die Straßen des Ortes zieht. Würden wir gern sehen, aber das wird wohl zeitlich nicht klappen. Schade!

Ursprünglicher Plan war, dass wir als nächsten Hafen Porto anlaufen und dort ein bisschen Kultur machen. Da wir aber jetzt doch mehr Meilen bis dorthin haben, als vorher ausgerechnet, und wir dann im Dunkeln ankommen würden, disponieren wir um. Wir bunkern hier Lebensmittel, werden noch von der portugiesischen GNR (Hafenpolizei) geprüft und werfen gegen 11 Uhr (LT) die Leinen los, um bis ins spanische Bayona durchzufahren.

Ursprünglicher Plan war, dass wir als nächsten Hafen Porto anlaufen und dort ein bisschen Kultur machen. Da wir aber jetzt doch mehr Meilen bis dorthin haben, als vorher ausgerechnet, und wir dann im Dunkeln ankommen würden, disponieren wir um. Wir bunkern hier Lebensmittel, werden noch von der portugiesischen GNR (Hafenpolizei) geprüft und werfen gegen 11 Uhr (LT) die Leinen los, um bis ins spanische Bayona durchzufahren. Es ist herrliches Wetter, die Sonne strahlt vom Himmel, nur der Wind lässt uns wieder im Stich, genau wie der Steuerbordmotor. Daniel und Hendrik versuchen, ihn etwas in Gang zu bringen und jetzt läuft er schon einige Zeit mehr oder weniger klaglos. Wir können nicht die ganze Strecke mit dem Backbordmotor fahren, da dessen Tank irgendwann empty sein wird und wir noch nicht den Diesel von einer zur anderen Seite umleiten können. Im Notfall müssten wir umpumpen. Schau´n wir mal.

Da wir kaum Welle haben, ist die Fahrt, abgesehen von den Motorengeräuschen, ruhig. Heute Nachmittag näherten sich unserem Boot zuerst Wale und später eine Schule von 15-20 Delphinen. Nach dem Abstellen der Motoren spielten sie mit unserem Boot. Wir konnten Fotos und Videos machen, die hier natürlich zu gegebener Zeit hochgeladen werden. Wir schlafen abwechselnd, da wir auch über Nacht durchhalten müssen. In Bayona wollen wir nochmal tanken und dann über die Biscaya brettern. Der Wind soll bis dahin ganz einschlafen. Außerdem kann Regen dazukommen. Ist immer noch besser als starker Gegenwind.

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