Durch die Biscaya und in die spanische Marina Viveiro

30.08.2013

Am Mittwochmorgen sind wir endlich in die Biscaya gestartet. Bei Wind von ca. 10 – 15 Knoten aus Nordost und Sonnenschein konnten wir direkt nach der Hafenausfahrt die Segel setzen und bis Donnerstag am frühen Abend durchsegeln mit bis zu 10 Knoten Speed. Als der Wind dann von achtern kam, bis auf 22 Knoten zunahm und wir mit der Schmetterlingbesegelung nicht so glücklich waren, zogen wir unseren Parasailor rauf und konnten weitersegeln mit zwischen 8 und 10 Knoten SOG (Speed over Ground). Wir hatten also im Gegensatz zu der Biscayaüberquerung im Frühjahr viel Glück mit dem Wetter. Die technischen Geräte funktionieren auch alle. Der Steuerbordmotor läuft wie am Schnürchen. Die neue Navigationsanlage von Raymarine ist eingestellt und war eine gute Investition. Den Autopiloten kann man auf Kurs einstellen oder nach der Windfahne, dann steuert er nach Wind mit Segeln alleine. Wenn der Wind dreht, gibt der Autopilot Signal und man kann die Segel oder den Kurs nachkorrigieren. Coole Sache!

Einziges Häkchen: Unser Wufti, der nach anfänglicher Nervosität keine
Schwierigkeiten mit Seekrankheit hat, wollte aber unter keinen Umständen sein
Geschäft auf dem Boot oder in sein für ihn präpariertes Katzenclo machen.
(Zappi: ,Schließlich bin ich keine Katze.´)

Nach zwei Tagen und Nächten konnten wir seine Qualen nicht mehr mit ansehen und sind heute früh gegen 8 Uhr in der spanischen Marina Viveiro eingelaufen. Welche Erlösung für ihn! Bis Alicante werden wir jetzt nur Tagestouren machen, damit er abends oder spätestens nach 1½ Tagen wieder an Land kommt. Solange kann er gut einhalten. Danach muss uns was einfallen, damit wir das dem armen Kerl nicht nochmal antun müssen. Ansonsten ist er superlieb und macht alles mit, was wir mit ihm veranstalten. Er turnt immer auf dem Boot oder dem Steg rum und besucht unsere Bootsnachbarn. Das Schiff von unserem australischen Freund Peter hatte es ihm besonders angetan.

In Viveiro einem kleinen netten Hafen liegen wir sehr ruhig und für knapp 50,- € relativ günstig. Morgen Vormittag wollen wir entweder nach La Coruna oder noch weiter fahren, je nach Wetter und dem Befinden der Crew.

Kleiner Nachtrag: Daniel hat gerade sein erstes QSO über unsere Amateurfunkanlage. Michael / DL4MY versucht alles, um uns zu helfen, die Anlage richtig zu aktivieren und eine gute Verbindung zu bekommen. Vielen Dank dafür!

Dieser Beitrag wurde unter 2013 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.