Wir verlassen Les Sables

27.08.2013

Der Fehler des Steuerbordmotors scheint gefunden zu sein. In der Dieselleitung vor der Pumpe wurde ein Pappstückchen gefunden. Dieses hat die Zuleitung mal verstopft und mal nicht. Das könnte erklären, warum der Motor manchmal stundenlang lief und dann wieder unregelmäßig, da er nicht immer genug Diesel bekommen hat. Außerdem wurde ein Leck im Dieseltank und am Wassertankanschluss gefunden. Deshalb hatten wir immer wieder Diesel und Wasser in der Bilge. Alles wurde repariert und die Navigationsanlage auf unser Schiff programmiert. Der Werftchef Gilles und die Techniker fuhren heute mit raus und testeten alles. Es sieht so aus, als könnten wir morgen Vormittag das Atlantikhafenstädtchen Les Sables d’Olonne verlassen. Vorhergesagt ist auch guter Wind für uns aus Nord bis Nordost und wir planen, innerhalb von 3 Tagen im spanischen Baiona zu sein.

Gestern waren wir noch ein letztes Mal französisch essen bei „Le Cuisine de Bertrand“ auf Empfehlung von Gilles. Fisch, Krabben, Schnecken, Artischocken und anderes Gemüse raffiniert gewürzt und mit leckeren feinen Saucen angerichtet. Dazu selbstgebackene herzhafte Teilchen. Was soll ich sagen? Es war wiedermal unbeschreiblich c’est bon! Das werden wir vermissen! Trotzdem freuen wir uns nach nunmehr über 3 Wochen weiter zu reisen und an neue oder bekannte schöne Orte zu kommen.

Les Sables hat uns sehr gut gefallen. Es ist mehrere hundert Jahre alt und mit ca. 14.000 Einwohnern ziemlich klein. Im Sommer ist es ein sehr beliebter Urlaubsort vor allem für Franzosen und Engländer, aber auch Holländer und Deutsche. Dann schwillt die Besucherzahl hier auf ca. 150.000 an, was wir jetzt auch im Vergleich zum Frühjahr gemerkt haben. Das Besondere an Les Sables ist, dass sich direkt neben einem urigen alten Fischerhafen mit guten Restaurants ein Sandstrand am Atlantik mit nobler Promenade befindet. Also für jeden was dabei!

Wie man auf den Bildern sehen kann, gibt es hier einen ziemlich großen Tidenhub. Wenn Vollmond ist, sind wir bei Ebbe ca. 6 Meter tiefer gelegt als bei Flut.

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