Barbuda – Ein karibischer Traum!

So haben wir uns die Karibik vorgestellt: Kilometerlanger, palmengesäumter, weißer Sandstrand, türkisblaues Wasser, Schildkröten, die ums Schiff schwimmen,……..!

Wir hatten schon vor etlichen Monaten von befreundeten Seglern von der natürlichen Schönheit Barbudas gehört und Bilder gesehen. Da mussten wir unbedingt auch hin.

Als Fee und Armin von der Wagemut Richtung Norden unterwegs waren, schlossen Heinz und wir uns von Antigua aus an und verabredeten uns am Cocoa Beach auf Barbuda. Fast wäre unser Treffen „ins Wasser gefallen“, da die Wagemut´s Probleme mit der Ankerkette hatten. Daniel hat das Ganze aber kurzerhand repariert und so konnten wir mit drei Schiffen vor der wunderschönen Insel der Kleinen Antillen ankern. Die Anfahrt ist ein bisschen tricky aufgrund der Riffe. Aber wenn man mit dem Licht der Mittagssonne einläuft, ist es relativ unproblematisch, und die Steinkorallen, die mitunter nah unter der Wasseroberfläche lauern, sind somit gut zu erkennen.

Die Insel gehört als Dependency zum Staat Antigua und Barbuda. Sie ist nur 161 km² groß, sehr flach und beherbergt lediglich 1500 Einwohner. Ungefähr 40% Barbudas werden von einem Vogelschutzreservat bedeckt, Tourismus gibt es kaum. Zur erreichen ist das Eiland nur per Schiff oder durch die bestehenden täglichen Fluganbindungen von einem Regionalflughafen von und zur Hauptinsel Antigua.

Vor Anker verbrachten wir ein paar sehr entspannende und unterhaltsame Tage nur wenige Meter vor dem blendend weißen Sandstrand, an welchem wir natürlich auch Spaziergänge unternahmen. Jeden Tag gingen wir schwimmen, schnorchelten um die Riffe, beobachteten die zahlreichen Schildkröten und ließen uns bei den Wagemut´s mit Daiquiris und leckeren Abendmahlen verwöhnen. Unsere ME ließ sich gemächlich von der kaum merklichen, bis zu 3m hohen Dünung auf- und abwiegen. Barbuda sollte man sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen! Für uns ist es bis dato die schönste natürliche Insel der Karibik!

Leider mussten Fee und Armin nach ein paar Tagen weiter. Wir blieben noch eine Weile, machten uns dann aber auch bei der nächsten günstigen Windvorhersage wieder auf den Rückweg nach Antigua. Zum Ankerablegemanöver ist an dieser Stelle noch eine spannende Geschichte zu erzählen. Wir waren schon Anker auf gegangen und aus der Bucht gefahren, als uns ein Funkspruch von Heinz erreichte, dass seine Ankerwinsch nicht funktioniert und er nicht weiss, wo die Sicherung dafür ist. Er wollte den Anker per Hand hochziehen, was ziemlich mühsam und körperlich anstrengend ist. Da Heinz alleine an Bord war, konnte ihm auch niemand mit den Motoren nachhelfen, um den Druck aus der Ankerkette zu nehmen. Also sind wir zurück gefahren, um ihm zu helfen. Wir haben uns an seinen Katamaran im Päckchen angedockt. Daniel ist übergestiegen, und Heinz und er haben gemeinsam den Anker Stück für Stück hoch gezogen. Ich habe von unserer ME aus mit den Motoren nachgesteuert. Nach einiger Zeit mühsamen Ziehens war der Anker oben, und wir sind noch im Päckchen aus der Bucht gefahren. So kann man auch Anker auf gehen! Das war für die anderen Schiffe bestimmt auch ein toller Hingucker, wie wir da Seite an Seite raus getuckert sind! Auf dem Weg nach Antigua ist Heinz dann eingefallen, dass er nahe der Standheizung eine Sicherung ausgeschaltet hat, weil er dort rum bastelte. Nach dem Wiedereinschalten stellte er fest, dass das die Sicherung der Ankerwinsch war. Wer hätte sie auch an dieser Stelle vermutet? Jetzt funktionierte alles wieder und er wusste endlich, wo sich die Sicherung befindet. Außerdem fingen wir unterwegs noch einen prächtigen Barracuda.

Seitdem liegen wir wieder gemütlich und sicher in Jolly Harbour auf Antigua.                   Ein weiterer Beitrag folgt unter den Bildern.

Leider kein Aprilscherz war der Zwischenfall von Daniel am 1. April. Mit heftigen, krampfartigen Schmerzen im Unterleib sind wir hier mit dem Taxi in ein Emergency Medical Center gefahren. Vor den lokalen Krankenhäusern wurden wir gewarnt, da man dort wahrscheinlich nicht mehr heile raus kommt. Dementsprechend nervös waren wir auch, aber wir mussten irgendetwas tun. Der indische Arzt in dieser Poliklinik machte einen kompetenten Eindruck, füllte Daniel erstmal mit Flüssigkeit auf und verabreichte ihm jede Menge Schmerzmittel. Wir hatten anfänglich an eine Verstopfung gedacht von dem sehr öligen Essen des Vorabends. Es stellte sich aber heraus, dass es wahrscheinlich ein Nierenstein war. Nach ca. 5 Stunden ging es Daniel wieder gut, und ich konnte ihn mit nach Hause nehmen. Sowas kann man auch nicht wirklich gebrauchen.

Nach ein paar Tagen Erholung nahmen wir uns abermals einen Mietwagen, um beim Arzt die Rechnung für die Behandlung abzuholen. Das haben wir gleich für einen weiteren kleinen Inselausflug in Begleitung unseres Freundes Heinz genutzt. Auf Antigua herrscht Linksverkehr, was für uns Europäer etwas befremdlich ist. Außerdem gibt es auf den hiesigen Straßen mehr Schlaglöcher als Autos. Aber Daniel absolvierte das natürlich wieder mit „links“. Wir fuhren nochmal nach St. John´s. Dort war es wie gehabt sehr voll und an einen Parkplatz gar nicht zu denken. Deswegen steuerten wir dann lieber Falmouth Harbour und English Harbour im Süden Antiguas an. Auf der Terrasse des Boom Restaurants mit Blick über den Hafen gönnten wir uns einen Lunch. Gesättigt und leicht ermüdet kehrten wir anschließend nach Jolly Harbour zurück.

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Ein Kommentar zu Barbuda – Ein karibischer Traum!

  1. Franca sagt:

    Guten Morgen aus GREYmany !
    Euere wunderschönen Fotos anzuschauen ist eine WOHLTAT für meine Augen! BLAUESTER HIMMEL .. herrlich … Schildkröten .. weißer Strand … nette Freunde … lecker Essen .. UND Daniel wieder fit ! Was will man mehr ? Das macht Ihr Beide ganz toll ! Ein erfüllter Traum !
    Ich wünsche Euch weiterhin ALLES GUTE herzlich Franca und Alex .. der ist gerade in einem SES Projekt in Moldawien …

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