Ausgelaufen in die Biscaya und wieder zurück nach Les Sables

26.08.2013

Man glaubt es kaum! Wir mussten wieder zurück nach Les Sables hauptsächlich wegen elektronischer Probleme. Aber eins nach dem anderen: In der Werft haben sie das Deck unseres Schiffchens poliert und aufgearbeitet.

Die Jungs waren sogar schon einen Tag früher fertig als gedacht und so liefen wir am Freitagmorgen endlich in die Biscaya aus. Der Wind war nicht wirklich gut, mitunter gegen, zwar nicht stark, aber mit Welle von der Seite war die Fahrt nicht sehr angenehm.

Mir war nicht gut, wie immer an den ersten Segeltagen, der Hund war nervös. Wir hofften, dass laut Wettervorhersage alles besser wird. Nach guten 7 Stunden Schaukelei hat sich unsere neue Navigationsanlage aufgehangen. Die Richtung unseres Schiffes war total versetzt, sodass wir nicht richtig navigieren konnten. Der Kurs stellte sich auf 65° ein und blieb dort, egal in welche Richtung wir fuhren. Dafür, dass die Anlage und der zweite Autopilot so viel Geld gekostet haben, sollten sie schon funktionieren. Noch dazu kam, dass der Steuerbordmotor wieder nach einiger Zeit unrund lief. Wir beschlossen, wieder zurückzufahren und informierten per Satellitentelefon die Werft. Gott sei Dank sind die Leute dort so flexibel, dass am Samstagmorgen direkt jemand von der Elektronikfirma am Schiff war und den Autopiloten gecheckt hat. Wir haben scheinbar das beste System von Raymarine der Welt, es war nur nicht richtig auf unser Schiff eingestellt. Es gibt verschiedene Modi unter Motor oder unter Segeln zwischen denen man wechseln kann. Wenn man das weiß und, wenn man weiß, wie man es bedient, ist es auch super, aber es hat uns halt niemand erklärt und auf unser Schiff abgestimmt. Es war auch, glauben wir, nicht die schlechteste Fügung, in die Werft zurückkehren zu müssen, da wir erfahren haben, dass unser australischer Freund Peter, der einige Tage vor uns bei besten Bedingungen ausgelaufen ist, am Wochenende 65 Knoten Wind und 8 Meter hohe Wellen hatte. Wir lagen da schon wieder in der Werft wie in Abrahams Schoss und hätten da draußen alles voll auf die Nase bekommen. Man weiß nie, wozu manche Dinge, die schlecht scheinen, eigentlich gut sind. Heute, am Montag, den 26.08.2013 waren am Morgen sowohl die Elektronikfirma als auch die Motorfirma Volvo Penta parat und reparieren seitdem unsere defekten Geräte. Wenn alle fertig sind, warten wir auf den perfekten Wind und werden wahrscheinlich am Mittwoch, den 28.08.2013 einen neuen Versuch für den Rückweg starten. Daniel macht zwischendurch immer Scherze, dass ich mich schon nach einem Weihnachtsbaum umsehen soll. Langsam fange ich an, mich mit dem Gedanken anzufreunden. Les Sables im Winter ist bestimmt auch hübsch!

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