Marina Rubicón auf Lanzarote

Die Motoren sind repariert. Am 20.11.2015 ging es in der Werft in Arrecife mit dem Kran wieder ins Wasser. Wir starteten direkt durch nach Rubicon auf Lanzarote. Ca. 20 Knoten Wind fast von achtern, eine sanfte Welle aus gleicher Richtung, Sonnenschein, Segel raus, Motor aus – so ließen wir uns gemütlich, aber auch zügig, in die drei Stunden südlich gelegene Marina Rubicón ziehen. Och, so toll kann Segeln sein! Der Hafen von Rubicón ist eine kleine künstlich angelegte Oase mit hübschen Restaurants und vielen Shops. Uns persönlich hat es in Arrecife besser gefallen, da die Innenstadt noch dieses typisch spanische, natürliche Flair hat. Das haben wir in Rubicón ein bisschen vermisst. Trotzdem war es ganz nett dort. Wir haben relativ günstig und gut gelegen. Wenn man das erste Mal dort ist, bekommt man sogar eine Nacht frei, die man zwar längsseits an einem bestimmten Steg liegen muss, Strom, Wasser und Internet gibt es aber trotzdem. Da wir nur zwei Nächte dort waren, sind wir auch gleich an diesem Steg liegen geblieben. Am ersten Abend genehmigten wir uns eine köstliche Reiskasserolle mit Langusten und dazu leckeren lanzarotischen Weißwein von Bermejo. Mmmmmh!!!!!!!!!!!

Unser nächstes Ziel war Las Palmas auf Gran Canaria. Da am 22.11.15 die ARC (Atlantic Rallye Cruising), eine Rallye mit über 200 Booten, von hier aus startet, hatten wir keine Chance vorher in den Hafen zu kommen. Am 24.11.15 mussten wir aber schon in Las Palmas angekommen sein, da wir einen Termin hatten, um unser Rigg vor der großen Fahrt nochmal checken zu lassen und die Tricks und Kniffe beim Bedienen unseres Parasailors vom Spezialisten Thomas Wibberenz beigebracht zu bekommen. Ergo konnten wir uns das Wetter zur Fahrt nach Gran Canaria wieder mal nicht wirklich aussuchen. Die Vorhersage war zwar einigermaßen annehmbar, aber wie soll´s auch anders sein, es kam wieder alles anders. Der Wind kam zwar aus der richtigen Richtung, war aber statt 20 Knoten zeitweise 40 Knoten stark. Noch dazu hatten wir wieder Kreuzsee, manchmal haben sich die Wellen aufgetürmt und sind sogar ein paarmal über uns hinweg gegangen. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich ein Taxi genommen und wäre nach Hause gefahren. Daniel hat die ganze Nacht am Steuer gestanden und sich mit dem Autopiloten abgewechselt. Ca. zwei Meilen vor der Hafeneinfahrt haben die Wellen und der Wind nochmal alles gegeben, sodass ich schon nicht mehr daran geglaubt habe, dass wir es in die Hafeneinfahrt schaffen. Daniel hat unser Schiffchen sicher und super rein gesteuert und hinter der Mole war alles wieder gut. 5.00 Uhr morgens haben wir uns an der Wartepier festgemacht, geduscht, auf den Schreck einen Schluck getrunken und sind müde in die Koje gefallen. Wann wird das denn bitte schön mal besser?

 

 

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2 Kommentare zu Marina Rubicón auf Lanzarote

  1. Siggi und Juergen sagt:

    Prima, macht weiter so!

  2. Barbara & Rainer sagt:

    Hallo Annett, hallo Daniel,

    schön, wieder etwas von Euch zu höhren und zu sehen – das sind tolle Bilder! Deine Beschreibung der Reise, Annett, ist so gelungen, dass wir die Tour richtig nachvollziehen können – super! Wir freuen uns, dass es Euch gut geht und Ihr noch Zeit habt, alles in Ruhe für die große Tour Richtung Karibik vorzubereiten.

    Wir wünschen Euch eine schöne Adventszeit auf den Inseln des ewigen Frühlings.

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Heinsberg von
    Barbara & Rainer

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