Die ME kommt ins Winterlager

Zugegeben: Der letzte Blogeintrag ist schon ein paar Tage her, aber irgendwie rast die Zeit dahin. Zuallererst würde ich gern ein paar Worte zu „Irma“ & Co verlieren. Von den verheerenden Hurrikans in diesem Jahr hat wahrscheinlich jeder etwas gehört.   

Wenn man früher die Berichte gelesen hat, war das halt schlimm, aber weit weg. Dadurch, dass wir in der Karibik unterwegs waren, hat sich unser Empfinden dafür verändert. Wir haben einige der Inseln und deren Bewohner kennen lernen dürfen. Es ist dort traumhaft schön! Die Leute leben meist in sehr einfachen Verhältnissen, sozusagen von der Hand in den Mund. Ihr Zuhause sind oft nur Holzhütten oder Verschläge. Trotzdem scheinen sie glücklich. Deshalb wirft es immer wieder die Frage auf: Warum trifft es meistens diese armen Menschen?  

Wir für unseren Teil sind sehr froh, dass wir uns dafür entschieden haben, mit dem Schiff wieder ins Mittelmeer zu gehen. Nach ein paar Wochen in spanischen Gefilden verbrachten wir den August in Deutschland, um einige Dinge zu erledigen. Außerdem ist es im Hochsommer in Moraira zu heiß und voller Touristen. Im September kehrten wir zurück nach Spanien und beschlossen, uns und der ME noch ein paar schöne Segeltage zu gönnen, quasi als Ausklang der Saison, bevor die Herbststürme beginnen. Wir fuhren mit unserem Schiff nach Formentera in die Bucht Saona, in der wir vor drei Jahren schon einmal waren. Damals wurden wir durch einen Artikel aus der hiesigen spanischen Costa Blanca-Zeitung auf dieses Idyll aufmerksam. Der Bericht samt Foto versprach karibische Verhältnisse. Und so ist es auch. Ein weißer Sandstrand und kristallklares Wasser laden zum Ankern und Baden ein. Leider ist die Bucht in der Saison sehr überlaufen, da auch viele Motor-und Segelboote von der nahegelegenen Insel Ibiza für einen Tagesausflug rüber kommen. Vor drei Jahren war der Strand im Oktober fast menschenleer, in diesem Jahr quoll er nur so über. Damals galt er auch als Nudistenstrand, heute wird das „leider“ untersagt. Trotzdem genossen wir die Zeit und lernten dabei Natalia, Lothar mit Hund Pinkie vom Katamaran „Cataluna“ (https://www.sy-cataluna.de) kennen. Die drei besuchten uns später noch im Oktober in Moraira auf dem Weg zu ihrem Winterlager in Cartagena. 

Ein paar Tage nach unserer Rückkehr von Formentera kamen Daniel, Charly und ein paar befreundete Jungs wieder für eine Motorradtour zusammen und erkundeten die Costa Blanca auf zwei Rädern. Außerdem bereiteten wir unser Schiffchen fürs Winterlager vor und brachten es Ende Oktober mit der Unterstützung von unserem Freund Peter nach Alicante. Dort steht die ME jetzt für ein paar Monate auf dem Trockenen. Peter half uns bei diversen Arbeiten, und wir konnten uns endlich wieder an den Tapas und Arroz abanda in unserem Stammlokal bei Santi erlaben. Jetzt heißt es noch die letzten Sonnenstrahlen in Spanien tanken, bevor es ins kalte Deutschland geht.  

Einen Tipp für Langzeitreisende in Sachen Krankenversicherung haben wir auch noch. Zu Beginn unserer Reise versicherten wir uns über die Hanse Merkur bei Preuss und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Beitrag im Monat ist nicht sehr hoch und z.B. Daniels Behandlungskosten seiner Nierenkolik auf Antigua in einer Privatklinik, die um die 2000,- Euro betrugen, wurden anstandslos getragen. Auch bei der befreundeten Segelyacht „Balou“ hat diese Versicherung eine noch höhere Arztrechnung übernommen. Also sehr zu empfehlen! Man muss allerdings den Großteil des Jahres nachweislich außerhalb von Deutschland verbringen, und ab 65 Jahren wird es teurer.

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