Wieder auf Grenada

Die nächtliche Überfahrt von Trinidad nach Grenada klappte problemlos. Aus Trinidad raus sind wir vor einem Gewitter abgelaufen, dass uns Gott sei Dank nicht eingeholt hat. Der Wind war zwar nicht so prächtig und anfangs auch gegen, aber ein bisschen segeln konnten wir dann trotzdem.Ohne Licht und AIS sind wir wieder einen weiten Bogen um die Ölplattformen gefahren. Einzig die AIS-Signale von Frachtern und Tankern und auf dem Radar die Squalls, von denen uns keiner getroffen hat, konnten wir gut erkennen. Mit dem Sonnenaufgang waren wir vor der Küste Grenadas und schipperten mit dem ersten Licht durch die vorgelagerten Riffe zum zweiten Mal in die Le Phare Bleu Marina. Dort empfingen uns schon Fee und Armin vom Katamaran Wagemut, die in der Werft in Trinidad unsere Nachbarn waren. Einklarieren war super easy. Nach dem Anleger-schlückchen sind wir erst mal ins Bett gefallen, da wir in der Nacht so gut wie kein Auge zugetan haben. An den folgenden Tagen kamen wir mehrmals in den Genuss von Fee´s leckerem Daiquiri. Frisches Obst, Rum und Eiswürfel in den Mixer. Fertig. Super gesund!

Das Klima auf Grenada ist wesentlich angenehmer als auf Trinidad. Es ist nicht mehr so heiß und auf dem Wasser weht meistens ein kleines Lüftchen. Es regnet aber auch des Öfteren. In der Marina ist es nach wie vor sehr ruhig und idyllisch. Es gibt hier leider keine Einkaufsmöglichkeiten mehr, dafür fährt aber fast täglich ein kostenloser Shuttle nach St. George´s und zur Spiceland Mall, in der man sich gut versorgen kann. Am gegenüber-liegenden Beach der Grand Anse lässt es sich wunderbar relaxen oder in der dortigen Umbrella Bar auftanken. Am Nachmittag holt einen der Shuttle wieder samt Einkäufen ab und fährt bis vor die Tür der Marina. Ideal! In der nächst gelegenen Bucht Whisper Cove gibt es einen französischen Butcher (Metzger), bei dem man super Fleisch, Fisch, Baguette, Croissants u.v.m. erwerben kann. Im zugehörigen Restaurant ist mittwochs Pizzaabend. Köstlich! Freitags und samstags bekommt man dort wunderbar zarte Steaks. Ein Gedicht! Mittlerweile haben sich etliche bekannte Schiffe in Le Phare Bleu und Whisper Cove eingefunden. Wir verbringen einige nette Abende miteinander. Am Freitagabend ist immer Live-Musik und Cocktail-Happy Hour auf dem Feuerschiff in der Le Phare Bleu Marina. Da wir mit dem Boot genau davor liegen, haben wir später alle noch auf einen Schlummertrunk zu uns eingeladen. Daniel hat für fünf Liter Rumpunsch frisches Obst ausgepresst. Traumhaft! Ich habe nur langsam die Befürchtung, dass wir einen Vitaminschock erleiden. Gefreut haben sich alle auch über das dazu gereichte dunkle Brot und die Wurst, was hier beides schwer zu bekommen ist. Für Sonntagmorgen haben wir frisches Baguette und Croissants im Restaurant in der Whisper Cove Bay vorbestellt und per Dinghi in der Hälfte der Bucht an die Boote verteilt.

An unserer ME haben wir auch noch ein paar Kleinigkeiten erledigt. Beide Bilgepumpen sind natürlich gleichzeitig ausgefallen und haben schön das ganze Kondenswasser von den Kühlschränken und der Klimaanlage gesammelt. Da alle Bilgen im gesamten Rumpf miteinander verbunden sind, damit bei Wassereinbruch alles zur Pumpe läuft, durften wir die Vorräte unter den Bodenbrettern einmal komplett ausräumen, trocken legen und wieder einräumen. Vorteil war, dass man die Bilgen mal gereinigt hat, und wir gesehen haben, welche Schätze sich dort noch verbergen. Des Weiteren wollte der Außenborder vom Dinghi einfach nicht richtig laufen, bzw. nicht genug kühlen. Nach mehrmaliger Demontage konnte ihn Daniel aber jetzt reparieren. Die Paddel für das Beiboot sind mit Hilfe der Drehbank ebenso wieder einsatzfähig. Auch bei anderen Schiffen hat Daniel ab und an die Gelegenheit seine Fähigkeiten anzuwenden. Außerdem werden wir noch den Gennaker anschlagen und das Ankergeschirr vorbereiten.

Heute waren wir abermals einkaufen. Erstaunlicherweise ist unser Wasservorrat immer als erstes dezimiert. Wir werden morgen in der nahe gelegenen True Blue Bay einen Zwischenstopp einlegen da diese uns von den Wagemut´s sehr empfohlen wurde. Am Mittwoch segeln wir bis nach Carriacou an den Paradise Beach. Wir freuen uns schon auf Lobster und Rumpunsch bei Colleen und ihrer Familie im Restaurant „Off the hook“. Außerdem können wir dann endlich wieder ins kühle, salzige Nass springen. Das wird schöööön!

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Ein Kommentar zu Wieder auf Grenada

  1. siggi und jürgen sagt:

    hallo ihr beiden,
    seid ihr auf grenada eingefroren oder wo steckt ihr. wir würden gerne
    neues von euch hören.
    wir trinken einen weihnachtspunsch auf euch.
    alles liebe von siggi und jürgen

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