Nochmal St. Lucia

Wir sind doch nicht nach Dominica gesegelt, weil wir dort nicht genug Zeit für die Insel gehabt hätten. Das heben wir uns lieber für die nächste Saison auf. Stattdessen sind wir auf Martinique geblieben, haben auf das Cover für unser Dinghi gewartet und noch ein paar schöne Tage mit Wojtek und Olaf verbracht. Wojtek hat fleißig an seinem Boot gearbeitet. Es wurde schon aus dem Wasser geholt und hurrikansicher verzurrt. Er hat es eingemottet und ist nach Hause geflogen. Für Wojtek und Elli geht der Prothesenbau Ende diesen/Anfang nächsten Jahres weiter. Daniels Geburtstag war auch noch einigermaßen ereignisreich. Abgesehen davon, dass es nahezu den ganzen Tag sintflutartig regnete, haben wir noch eine riesige Kakerlake im Kühlschrank und kleine Bohrkäfer in einem Mehlbehälter entdeckt. Na super!

Wir für unseren Teil ziehen jetzt langsam Richtung Süden bis nach Trinidad. Dort soll unsere ME über die Hurrikansaison „übersommern“. Am Freitag sind wir wunderbar von Le Marin/Martinique abermals in die Rodney Bay/St. Lucia gesegelt, weil das auf dem Weg liegt. Herrliche 20 Knoten Wind, Großsegel und Genua raus, Sonnenschein, leichte Welle – ein tolles Gefühl nach 5 Wochen im Hafen liegen! Hier kennen wir uns auch schon aus. An- und Ablegemanöver klappen mittlerweile immer besser. Als wir ankamen haben sie uns leider einen nicht so tollen Platz gegeben, direkt an der Straße und an einem unbewachten Steg. Am nächsten Tag war aber unser Lieblingsmarinero da. Der mag Daniel sehr gern, weil er nie beim Anlegen Hektik verbreitet und alles im Griff hat. Ganz anders, als das bei den meisten Charterkatamaranen ist. Dieser Marinero hat uns sofort wieder einen super Platz gegeben. Kurz nach der Verlegung unseres Schiffes war plötzlich lautes Tröten, Hupen und karibische Steeldrumklänge zu hören und etliche Schiffe mit Flaggen über Top getakelt sind eingelaufen. Das waren die Teilnehmer der World ARC. Diese Schiffe sind im Januar 2015 von St. Lucia aus gestartet, um die ganze Welt gesegelt und hier wieder gelandet. Wow, was für ein Ereignis! Und wir mittendrin. Daniel ist gleich hin gerannt und hat beim Anlegen geholfen. Ich habe Fotos gemacht. Um die ganze Welt gesegelt, was muss das für ein überschwängliches Gefühl sein!

In den nächsten Wochen wollen wir weiter und von Insel zu Insel hoppeln. Die nun folgenden Grenadinen sollen traumhaft schön und viel karibischer sein. Wir freuen uns schon sehr darauf! Bis jetzt waren wir fast nur in Häfen. Das war eine tolle Zeit, aber nun werden wir hauptsächlich in relativ einsamen Buchten vor Anker liegen. Türkisblaues Wasser, Sandstrände, Palmen, strahlend blauer Himmel, Sonne, Schwimmen, Schnorcheln, Lobster und Conchmuscheln essen, hoffentlich Schildkröten, Delphine und Wale beobachten – das wird super 😉 Da wir auf diesen Inselchen aber wahrscheinlich nicht immer Internet haben werden, bitten wir um Nachsehen, wenn wir nicht immer online sind. Berichte und Fotos werden aber auf jeden Fall folgen.

Am Sonntag sind wir an der Westküste St. Lucias bis zu den Pitons gesegelt. Auch dieses Mal hatten wir super Wind, Sonnenschein und angenehme Welle. Wenn der Wind um die 20 Knoten hat, nimmt unsere ME gut Fahrt auf und gleitet mit einer angenehmen Geschwindigkeit von bis zu 9 Knoten majestätisch durch das tiefblaue Meer. Ist das schön! So haben wir uns das vorgestellt. Zwischen dem kleinen und dem großen Piton liegt man in einer traumhaften Kulisse an sicheren Bojen, die den Meeresgrund schützen. Wenn hier jeder seinen Anker reinhaut, würde man immer wieder Teile der Korallen zerstören. Und das wollen wir ja nicht. Bootsboys erwarten uns schon und begrüßen uns mit „Welcome to Paradise“.  Sie sind sehr freundlich und helfen uns beim Anlegen. Unsere ME schaukelte sanft vor sich hin, und das angenehm kühle Wasser lud zum Baden ein. Am frühen Montagmorgen verließen wir St. Lucia mit dem ersten Tageslicht in Richtung Bequia, wo wir am frühen Nachmittag gut angekommen sind.

 

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Ein Kommentar zu Nochmal St. Lucia

  1. Lara sagt:

    Hallo Annett und Daniel ,
    Wie geht es euch ?
    Ich vermisse euch sehr dolle .
    Ich wünsche euch frohe Ostern nachträglich 🙂 .
    Ich war an Ostern nicht da , deshalb kommen die Grüße etwas später . Lara hofft das ihr schöne Ostern hattet .
    Über Ostern war ich auf einem Ponyhof . Nun muss ich leider wieder zur Schule .
    Mit vielen und besten Grüßen Lara 🙂

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